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Anatomie Urogenitalorgane

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Die Nieren

Die Nieren sind paarig angelegte Organe, die tief im Bauchraum hinter der Bauchhöhle liegen. Sie sind umgeben von einer Kapsel aus Fettgewebe. Oberhalb der Nieren liegen direkt angrenzend die Nebennieren. Diese grenzen auf der rechten Seite an die Leber und linksseitig an die Milz. Zwischen den Nieren verläuft die Bauchschlagader (Aorta) und die große Hohlvene (Vena Cava). Rückseitig werden die Nieren durch die Rückenmuskeln und zum teil durch die Rippen geschützt. Vorderseitig werden sie durch das hintere Bauchfell (Retroperitoneum) bedeckt.

Die Niere besteht aus der Nierenrindengewebe dem eigentlichen Funktionsgewebe und dem Nierenbeckenkelchsystem in dem der Harn gesammelt bzw. weitertransportiert wird.
Die Niere hat wichtige Funktionen in unserem Organismus:

1. Entgiftung
2. Regulierung des Wasser- und Salzhaushaltes
3. Blutdruckregulierung
4. Hormonproduktion zur Bildung roter Blutkörperchen
5. Regulierung des Calciumstoffwechsels und des Knochenbaus

Das gesamte Blut wird vielfach pro Stunde durch die Nieren gepumpt. Dabei wird es in feinsten Blutgefäßen gefiltert und die flüssigen Bestandteile inklusive der durch den Körper produzierten Giftstoffe in Harnkanälchen abgegeben. In diesen werden wichtige Mineralien, Eiweiße sowie der größte Teil des Wassers wieder zurückresobiert. Übrig bleibt der konzentrierte Harn der über die Nierenkelche im Nierenbecken gesammelt wird. Je nachdem wieviel Wasser der Körper aufgenommen hat bzw. wieviel er durch schwitzen und veratmen verloren hat ändert sich die Harnmenge und Konzentration. Um die Durchblutung der Nieren optimal zu steuern wird in der Nierenrinde ein Hormon (Renin) produziert, daß u.a. den Blutdruck reguliert. Ein weiteres in der Niere gebildetes Hormon (Erythropoetin) stimuliert im Knochenmark die Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Zur Regulation des Calciumbedarfs wird eine in Leber produzierte und in der Haut unter Sonnenlichteinfluß weiterentwickelte Vorstufe des sog. Vitamin D in der Niere aktiviert und damit im Körper wirksam. Über dieses D-Hormon wird die Kalziumaufnahme aus der Nahrung im Darm gesteuert und die Mineralisierung des Knochens mit Kalzium.